Kältebehandlungen

Kältebehandlungen
Die Behandlung mit Kaltluft/-gas ist für einzelne Gelenke oder Körperteile oder als Ganzkörpertherapie anwendbar. Sie wirkt schmerzlindernd, dämpft Entzündungen, vermindert die Entzündungsaktivität und setzt die Nervenleitgeschwindigkeit herab. Die Kältetherapie wird
nur bei Rheumatikern, Instabilitäten und neurologischen Patienten angewendet. Bei jeglichen anderen Indikationen wie posttraumatisch oder postoperativ ist Kälte eine absolute Kontraindikation. Zum einen werden die Wundheilungsvorgänge massiv negativ beeinflusst aber vor allem entfällt durch den oben beschriebenen Effekt das wichtige Feedbacksystem Schmerz, da dem Patienten durch Schmerzlinderung fälschlicherweise signalisiert wird, dass alles in Ordnung ist. Da das Gewebe aber eine lange Umbauphase durchlaufen muss, braucht es am Anfang den Schmerz als Indikator, um das Gewebe nicht zu stark zu belasten. Die weitläufig bekannte PECH (Pause-Eis-Compression-Hochlagern)- oder RICE (Rest-Ice-Compression-Elevation)-Regel sollte daher auf keinen Fall angewendet werden. Auch die Annahme vieler Sportmediziner und Physiotherapeuten, dass man durch Eis Entzündungen hemmen und somit Wundheilungsprozesse verkürzen kann, ist nicht richtig. Man weiß heute, dass sogar das Gegenteil der Fall ist. Sollte Schmerz im Vordergrund stehen – damit sind keine posttraumatischen oder postoperativen gemeint – gibt es eine sehr gute Behandlungsform, die Kryokinetik genannt wird.