Osteopathie

Osteopathie
Die
Osteopathie ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das auf der Theorie basiert, dass die Körpersysteme durch das Nervensystem und das Gefäßsystem miteinander verbunden sind und in wechselseitiger Beziehung zueinander stehen. So wird der Körper als aktives Ganzes gesehen, das über Mechanismen der Selbstregulation und der Selbstheilung verfügt. Diese sollen mit der Osteopathie unterstützt werden. Der Osteopath versucht deshalb Bewegungseinschränkungen zu regulieren und Spannungen des Gewebes zu lösen und so zum Impulsgeber für den Selbstheilungsprozess des Körpers zu werden.

Aufgrund der Tatsache, dass viele der osteopathischen Techniken nicht bewiesen sind, sollte man damit sehr vorsichtig umgehen und diese nur einsetzen, wenn sie biomechanisch und physiologisch haltbar sind. Hierzu ein Beispiel: Die meisten Osteopathen – ganz gleich welcher Ausbildungsrichtung – können z.B. Bewegungen mit den Fingern erspüren, die der Patient aus physiologischen Grundgegebenheiten nicht spüren kann. Dieser Bereich wird nicht umsonst als wishful thinking bezeichnet.So ist z.B. die Palpation der Schädelsuturen und deren Bewegungen unmöglich und man sollte jedem, der das Gegenteil behauptet, mit größter Skepsis begegnen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Osteopathen angeblich gern ganzheitlich arbeiten, bzw. denken. Doch was heißt das? Grundsätzlich hängt alles miteinander zusammen, weil der Mensch ein abgeschlossenes System darstellt. In den meisten Fällen bedeutet diese Herangehensweise leider nur, dass der Osteopath keine Ahnung von lokalen Zusammenhängen hat. Dies trifft übrigens auch auf die allermeisten Heilpraktiker und – leider auch – auf viele Physiotherapeuten zu.

Craniosacrale Therapie
Die craniosacrale
Therapie wird zur Behandlung des sogenannten craniosacralen Systems eingesetzt, das aus Schädel, Kreuzbein, Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit besteht. Durch sanfte Berührung und feine Griffe wird dieses System mobilisiert, was die Fließeigenschaften der Hirnflüssigkeit verbessert und die Nerven entlastet. So können Spannungen und Schmerzen gelöst, Bewegungseinschränkungen aufgehoben und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Die bereits erwähnte Kritik an der Osteopathie gilt auch für wesentliche Techniken der craniosacralen Therapie.

Viszerale Therapie
Die viszerale Therapie dient zur Behandlung störender Einflüsse von Organen auf den Bewegungsapparat, das Nervensystem und die Extremitäten. Dazu werden die natürlichen Bewegungen der Organe angeregt und der Körper dabei unterstützt, tiefe Spannungen und Kompensationen von innen heraus zu lösen und wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu finden. Die wichtigsten Organe hierfür sind Leber, Niere, Darm und Organe des kleinen Beckens.

Parietale Therapie
Hinter der parietalen Therapie verbirgt sich die klassische manuelle Therapie. Leider sind auch dazu viele heute nicht mehr haltbare Techniken und Ansichten verbreitet.